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Landesmusikrat
Rheinland-Pfalz
Kaiserstr. 26 -30
55116 Mainz

Tel.06131-226912
Fax: 06131-228145
info @ lmr-rp.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Initiativen
     
 

Festival der Chorstimmen
18. - 20 September 2009 in Bingen

Die Ausschreibung zum Festival der Chorstimmen ist in der Endredaktion und kann in Bälde als Broschüre bei der Geschäftsstelle des Landesmusikrates angefordert werden bzw. an dieser Stelle eingesehen werden.

 

Kongress Basic Pop

Am 31. Oktober - 2. November 2008 veranstaltet der Landesmuikrat Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Musikrat, der LAG Rock&Pop Rheinland-Pfalz sowie der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz den Fachkongress Basic Pop in der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz in Neuwied Engers.
Die Initiativen für lokale Jugendwettbewerbe und Fördermaßnahmen im Bereich der Rock- und Popmusik sind breit und vielfältig. Kommunale, soziale, freie und kirchliche Träger, aber auch allgemein bildende Schulen und Musikschulen sowie Unternehmen bieten Fördermöglichkeiten für jugendliche Rock- und Popmusiker. Die Zielsetzungen sind unterschiedlich und liegen in dem Überschneidungsbereich zwischen Jugendförderung, Popmusikförderung und Wirtschaftsförderung. Durch diese heterogene Situation bedingt, stehen Wettbewerbe, Workshops und Coachings in lokalen bzw. regionalen Räumen oftmals parallel ohne innere Verbindung zueinander. Vorhandene kompatible Elemente werden aufgrund fehlender Kommunikationsstrukturen nicht genutzt, Synergieeffekte bleiben außen vor, eine zielgerichtete, weitergehende Förderung ist mehr oder weniger dem Zufall überlassen.
Die in der Szene Aktiven äußern häufig den Wunsch nach einer Vernetzung der Strukturen, um jungen Rock- und Popmusikern einen transparenten Überblick des Angebots an Fördermaßnahmen zu ermöglichen. Der Kongress „Basic Pop 2008“ hat sich zum Ziel gesetzt, Synchronisationsvorgänge zu initiieren, die Vernetzung basisorientierter Förderstrukturen anzuregen und diese zu überregionalen Konzepten weiterzuentwickeln. Mehr...
Eine Dokumentation des Kongresses ist in Bearbeitung und wird voraussichtlich im April zur Verfügung stehen.

 

1. Konferenz der lokalen und regionalen Pop- und Rockmusikförderer in Rheinland-Pfalz“

Die Initiativen für lokale Jugendwettbewerbe und Fördermaßnahmen im Bereich der Rock- und Popmusik sind breit und vielfältig. Kommunale, soziale, freie und kirchliche Träger, aber auch allgemein bildende Schulen sowie Musikschulen bie-ten Fördermöglichkeiten für jugendliche Rock- und Popmusiker. Die Zielsetzun-gen sind unterschiedlich und liegen in dem Überschneidungsbereich zwischen Ju-gendförderung, Popmusikförderung und Wirtschaftsförderung. Durch diese hete-rogene Situation bedingt, stehen Wettbewerbe, Workshops und Coachings in lo-kalen bzw. regionalen Räumen oftmals parallel ohne innere Verbindung zuein-ander. Vorhandene kompatible Elemente werden aufgrund fehlender Kommuni-kationsstrukturen nicht genutzt, Synergieeffekte bleiben außen vor, eine zielgerichtete, weitergehende Förderung ist mehr oder weniger dem Zufall überlassen.

Bedingt durch die geschilderte Situation war häufig der Wunsch nach einem Austausch und einer möglichen Vernetzung der in der Szene Beteiligten zu vernehmen. Um allen daran Interessierten Gelegenheit zu geben, lädt der Landesmusikrat in Zusammenarbeit mit der LAG Rock & Pop Rheinland-Pfalz am 12. Dez. 2007, 14.00 Uhr in die Geschäftsstelle des Landesmusikrates Rheinland-Pfalz in Mainz, Kaiserstraße 26 – 30 zur „1. Konferenz der lokalen und regionalen Pop- und Rockmusikförderer in Rheinland-Pfalz“ ein.

Eingeladen sind alle an der Rock- und Popmusik-, Kultur- und Jugendförderung Interessierten, insbesondere die Träger und Veranstalter von Jugendfördermaß-nahmen in diesem Musiksegment. Ebenso willkommen sind kommunale und regionale Musikbeauftragte, Lehrer an allgemein bildenden Schulen und an Musikschulen, Interessenvertreter der Freien Musikszene, Vertreter von Musikschul- sowie Lehrerverbänden.

 

 

"KonTakt - Musik mit behinderten und nicht-behinderten Menschen"

- Eine Initiative des Landesmusikrates -

 

Der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz als Dachorganiation für das Musikleben in unserem Lande fühlt sich verpflichtet, gesellschaftsrelevante Themen der Musikkultur aufzugreifen. Das Thema „Musik und Behinderung“  gehört zu den Themen, denen sich der Landesmusikrat in besonderer Weise verpflichtet fühlt. Mit Hilfe eines „Runden Tisches“ wurden die Ziele einer entsprechenden Initiative beschrieben: Die Gesundheit und Lebensfreude fördernde Wirkung sowie die bildende Kraft  der Musik für Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit bewusster zu machen, die verschiedenen Aktionen von Verbänden, Fachschulen, Trägern von Behinderteneinrichtungen zu vernetzen, das aktive Musizieren für Menschen mit Behinderung zu fördern, die Voraussetzungen zur Integration behinderter Menschen im professionellen Musikbetrieb und im Laienmusizieren zu verbessern.

In einer Auftaktveranstaltung am 3. Dezember 2007, dem UNO-Welttag der Behinderten, wurde die Initiative mit einer Fachtagung gestartet. Das Hauptreferat lieferte Dr. Eva Krebber-Steinberger von der Uni Dortmund. Die Musikbeiträge von behinderten und nichtbhinderten Musikern waren nicht nur schmückender Rahmen für die Fachtagung, stellten vielmehr best-practice-Beispiele dar, die davon zeugen, dass Musik und Behinderung sich nicht ausschließen. Dies gelang dem Orchester der St.-Laurentiusschule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung Herxheim b. Landau ebenso wie den „Blinden Musikern Frankfurt“ und „Den Irren Typen“, der  Band der Werkstätten Heinbachtal. Die Tagungsdokumentation liegt im pdf-Format vor und kann hier aufgerufen und heruntergeladen werden.

 

Es ist nie zu spät - Musizieren 50+

Der  Deutsche Musikrat veranstaltete in Kooperation mit dem Landesmusikrat Rheinland-Pfalz und der Kunstakademie Wiesbaden 

vom 1.- 3. Juni 2007

den Kongress "Es ist nie zu spät - Musizieren 50+

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Die demographische Entwicklung mit einem signifikanten Zuwachs bei der älteren Generation bietet Chancen und Risiken. Mit ausgesuchten Experten wurde auf diesem Kongress erstmals die Auswirkungen und Konsequenzen des Demographiewandels für unsere Musikkultur erörtert.

Ziel war es, mit diesem Kongress die Kreativpotentiale der älteren Menschen und die daraus folgenden Chancen für unsere Gesellschaft bewusster zu machen und Rahmenbedingungen für den politischen Entscheidungsprozess zu formulieren, die insgesamt zu einer Verbesserung barrierefreien Musizierens auch der älteren Generation führen soll. Einen Schwerpunkt bildete das generationenübergreifende Musizieren. 

Panelteilnehmer und Moderatoren:

Prof. Dr. Eckart Altenmüller, Prof. Dr. Hans Bäßler, Michael Blume, Prof. Kapt. Ernst Folz, Prof. Hans Gebhard,  Prof. Dr. Thomas Grosse, Heidrun Harms, Prof. Dr. Theo Hartogh, Prof. Asmus Hintz, Prof. Birgit Jank, Prof. Ernst-Ulrich von Kameke, GMD Prof. Siegfried Köhler, Insuk Lee, Prof. Barbara Metzger, Matthias Pannes, Rolf Pasdzierny, Prof. Dr. Hermann Rauhe, Dr. Winfried Richter, Wolfhagen Sobirey, Prof. Marianne Steffen-Wittek, Prof. Dr. Raimund Vogels, Prof. Dr. Hans Hermann Wicke

Panel 1: Musik in der Therapie und der Pflege

Panel 2: Musikvermittlung 50+

Panel 3: Generationen-übergreifendes Arbeiten

Arbeitskreis 1: Musik in der Therapie und der Pflege

Arbeitskreis 2: Musikvermittlung 50+: Senioren und Profiorchester

LArbeitskreis 3: Generationenübergreifendes Musizieren

Arbeitskreis 4: Musik im Krankenhaus

Arbeitskreis 5: Musikvermittlung 50+: Senioren und Musikschulen

Im Wappensaal des rheinland-pfälzischen Landtages standen als Referat bzw. im Workshope folgende Themen im Mittelpunkt:

Prof. Dr. Eckart Altenmüller: Taugt Musizieren als Brainjogging? - Hinweise zur Neurobiologie musikalischen Lernens im Alter.

Heidrun Harms: Mit Musik geht vieles besser - Vorschläge und Anregungen für die musikalische Gruppenarbeit mit pflegebedürftigen alten Menschen.

Insuk Lee: Elementare Musik und Bewegung mit alten Menschen

Prof. Barbara Metzger: Senioren und Kinder musizieren miteinander.


Am Ende des Kongresses wurde die Wiesbadener Erklärung verabschiedet und dem Präsidenten des Deutschen Musikrates, Martin Maria Krüger übergeben:

Wiesbadener Erklärung

Musizieren 50+ - im Alter mit Musik aktiv

 

Die Potentiale des demographischen Wandels und seine Probleme - wie die zunehmende Vereinsamung älterer Menschen - sind gesellschaftspolitische Herausforderungen, die dringend neuer bzw. verstärkter Lösungsansätze bedürfen. Die Musik kann dabei Chancen eröffnen, die kreativen Potentiale älterer Menschen in viel stärkerem Maße als bisher zu entfalten und in die Gesellschaft einzubringen. Mit dem Bild einer human orientierten Gesellschaft verbindet sich die Überzeugung, dass die Erfahrung mit Musik um ihrer selbst Willen als elementarer Bestandteil in jedem Lebensalter ermöglicht werden muss.

Die Möglichkeiten zum Erfahren von und zur Beschäftigung mit Musik sind für die Älteren signifikant unterentwickelt. Die Barrieren auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene sind vorhanden, werden aber häufig nicht wahrgenommen. Dies überrascht umso mehr, als die gerontologische Forschung bereits seit einigen Jahren nachgewiesen hat, wie sehr die Musik auch prophylaktische und therapeutische Wirkungen hat und zur Wahrung von Identität beiträgt. Zudem hilft aktives Musizieren aus der Vereinsamung, indem es soziale Kontakte schafft und hilft, Verluste zu verarbeiten.

So fehlen momentan in Deutschland fast durchgängig musikalische Angebote, die sich gezielt an ältere Menschen wenden. Zudem fehlt es meistens an geeigneten Bedingungen für musikalische Betätigungen in den Alteneinrichtungen. Der Deutsche Musikrat kann – angesichts der schon heute vorhandenen Altersarmut - nicht akzeptieren, dass zukünftig breite Bevölkerungsschichten, insbesondere im dritten und vierten Lebensalter von der kulturellen Teilhabe ausgeschlossen werden. Angesichts dieser Erkenntnisse ist es ein gravierendes Versäumnis, dass die gesellschaftspolitische Debatte und die damit einhergehende Bewusstseinsbildung um die Wirkungen von Musik im Hinblick auf die Generationen 50+ bislang so gut wie gar nicht geführt wird. Der Deutsche Musikrat fordert daher alle Verantwortlichen in Bund, Ländern und Gemeinden auf, einen Masterplan „Musizieren 50+“ zu entwerfen, der die nachstehenden Eckpunkte umfassen sollte. Dabei muss die Umsetzung der Forderungen im Hinblick auf die Menschen mit Migrationshintergrund unter Berücksichtigung ihrer kulturellen Wurzeln erfolgen.

1)     Der Deutsche Musikrat fordert Parlamente, Regierungen und Parteien auf, in ihren Programmen und Handlungsfeldern die Notwendigkeit kultureller Angebote für alte Menschen zu verankern.
 
2)     Damit sich das aktive Musizieren im höheren Lebensalter besonders wirksam entfalten kann, bedarf es einer qualifizierten und kontinuierlichen musikalischen Bildung im jüngeren Lebensalter.
 
3)     Die Musik muss in der Altenpflege, der sozialen Altenarbeit, der Rehabilitation und der Therapie verstärkt eingesetzt werden. Dazu bedarf es einer qualifizierten Aus- und Fortbildung in der Musikgeragogik (Musik mit alten Menschen).
 
4)     Die Hochschulen und Universitäten müssen die Studierenden gezielt auch für die fachspezifischen Anforderungen der Arbeit mit älteren Menschen qualifizieren. Die Fachdidaktik bedarf einer verstärkten Forschung.
5)     Die Musikvereinigungen des Laienmusizierens im weltlichen wie kirchlichen Bereich sollten verstärkt Angebote für alle Altersgruppen – Generationen übergreifend –bereitstellen, die finanziell gefördert werden müssen.
6)     Die Musikschulen müssen strukturell und finanziell in die Lage versetzt werden, Angebote für ältere Menschen bedarfsgerecht bereitstellen zu können. Dazu gehört eine Erweiterung des Angebotes, um auch bei denen die Motivation zum Musizieren zu wecken, denen bisher musikalische Erfahrungen vorenthalten wurden.

 
7)     Die Möglichkeiten des individuellen und gemeinsamen Musizierens in allen Wohnbereichen, somit auch in Einrichtungen für ältere Menschen und Krankenhäusern, müssen geschaffen bzw. schon bei der Bauplanung berücksichtigt werden.
 
8)     Die Bundesregierung ist aufgefordert, durch Pilotprojekte das Musizieren im höheren Lebensalter zu befördern. Dazu gehört auch der Dialog der Generationen, zum Beispiel durch die konzeptionelle Einbindung qualifizierter musikalischer Angebote in das Projekt der Mehrgenerationenhäuser.
 
9)     Der Deutsche Musikrat und die Landesmusikräte sind aufgefordert, ihre Projekte im Hinblick auf die stärkere Gewichtung Generationen übergreifender Aspekte zu überprüfen und ggf. durch die Einführung von Fördermaßnahmen für das Familienmusizieren zu modifizieren.
 
10) Die Landes- und Bundesakademien sind aufgefordert, im Bereich der Musikvermittlung Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote für das Musizieren im höheren Lebensalter und Generationen übergreifenden Musizierens zu entwickeln.
 
11) Die Kultureinrichtungen müssen ihre Angebote stärker auf die Bedürfnisse alter Menschen ausrichten. Hierbei soll auch dem Aspekt zunehmender Altersarmut Rechnung getragen werden.
 
12) Der Deutsche Musikrat ist aufgefordert, die Einrichtung eines Netzwerkes „Musik im Alter“ gemeinsam mit den musikalischen und sozialen Fachverbänden, sowie den politisch Verantwortlichen zu prüfen. Ziel des Netzwerkes muss es sein, flächendeckend älteren Menschen das eigene Musizieren und die Teilhabe am Musikleben zu ermöglichen und dafür eine bürgerschaftlich gestützte Infrastruktur zu schaffen, um sie in ihrem Lebensumfeld zu erreichen.  

Wiesbaden/Mainz, 03. Juni 2007

     
 

Musik  im dritten Lebensalter

Referenten:
Prof. Dr. Andreas Kruse,
Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg
Prof. Dr. Hans Hermann Wickel, Professor an der FHS Münster mit dem Schwerpunkt Musikgeragogik
Prof. Dr. Theo Hartogh
, Professor für Musik/Musikpädagogik an der Hochschule Vechta
Dr. Cornelia Wienken
, Dipl-Päd., Institut für Interdisziplinäre Gerontologie der Hochschule Vechta
Prof. Hartwig Maag
, Professor für Elemantare Musik an der Musikhochschule an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster; Jana und Ralf Glück, Dipl. Sozialpädagogin/Lebensbegleitung und Lebensberatung in einem Altenheim, Grabenstätt/Bayern ; Lawrence Beck, Zentrum für Validation, Landesverein für Innere Mission der Pfalz; Angelika Jekic, Institut für elementare Musikpädagogik; Ute Wagner,  Alten- und Pflegeheim des Hospitalfonds Montabaur
 

"Die Fachtagung am Freitag war wunderbar. Sie war sehr abwechslungsreich durch theoretische und praktische Elemente mit hervorragenden Referenten. Wir konnten sehr viele Anregungen mit nach Hause nehmen und werden in den nächsten Wochen verschiedene Impulse umsetzen. Auch persönlich fühlte ich mich sehr bereichert durch die vielfältigen Vorträge und das gemeinsame Singen."

Das war der Kommentar einer Besucherin der Tagung. Viele weitere Rückmeldungen lobten die Organisation und die Referenten. Der Landesmusikrat sieht die Tagung als Zwischenergebnis seiner Bemühungen zum Schwerpunktthema "Demografischer Wandel und Musik" In Fortsetzung dazu ist auch der vorangehend angekündigte Kongress zu sehen. 

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